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Aktuelles Heft

BRAUWELT 15/16-2021

EDITORIAL - Neue Wege gehen

Irgendwie wird es nicht spürbar besser. Wenn wir nicht in der Corona-Schockstarre verharren wollen, müssen wir neue Wege gehen und das Beste aus der Situation machen. Das sagten sich auch Veranstalter, die im vergangenen Jahr aus bekanntem Grund geplante Versammlungen mehr oder weniger kurzfristig abgesagt haben. 2021 soll sich das nicht wiederholen, und so haben sich viele mit virtuellen Formaten angefreundet, die, auch wenn persönliche Treffen unersetzbar sind, so doch ein guter „Plan B“ sind. Immerhin …

Modern interpretiert – So hat z. B. die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan ihr traditionelles Starkbierfest im Live-Stream angeboten (S. 365). Und während die letzte MEBAK-Sitzung noch mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen vor Ort durchgeführt werden konnte, gab es die 96. Ausgabe der halbjährlichen Plenarsitzung jetzt erstmals virtuell (S. 365). Das Brewers Forum der Brewers of Europe wird im Juni ebenfalls als Online-Edition geplant (S. 367). Und die 36. IBD Asia Pacific Convention vom australischen Perth aus war für uns BRAUWELT-Redakteure ohne Langstreckenflug (und nur mit zwei kleinen Nachtschichten) erlebbar, so dass wir Ihnen ab Seite 392 das Neueste aus der internationalen Brauereipraxis und -forschung präsentieren können.

Apropos internationale Brauereipraxis: Verbrauchertrends kommen und gehen. Brauer sollen und wollen darauf reagieren. Das Unternehmen DSM Food Specialties, Niederlande, hat daher letztes Jahr in einer Befragung von 20 000 Verbrauchern aus 20 Ländern die Schlüsseltrends in der globalen Brauwelt aufgespürt: Geschmack & Qualität, Wohlbefinden und Nachhaltigkeit stehen ganz oben auf der Liste, wie Sie ab Seite 378 nachlesen können. Die genannten enzymatischen Lösungen sind natürlich nur für Produkte außerhalb des Reinheitsgebotes, aber der Blick über den Tellerrand ist trotzdem interessant.

Farbmessung in der Praxis – Die Farbmessung im fertigen Bier ist ebenso wichtig wie anspruchsvoll. Sie ist stilspezifisches Kriterium und daher z. B. bei Bierwettbewerben bedeutsam, andererseits klafft zwischen der Farbvorhersage bei der Rezepterstellung und der Farbe des Endproduktes mitunter eine Lücke, auch weil es verschiedene Formeln zur Vorhersage gibt. Welche sich am besten eignet, darüber schweigt die Fachliteratur, wie Thomas Kraus-Weyermann, Bamberg, und Horst Dornbusch, West Newbury/USA, feststellen mussten. In einer dreiteiligen Artikelserie beleuchten sie die Farbmessung allgemein (Teil 1 ab S. 388), die Unterschiede zwischen den verwendeten Formeln sowie im letzten Teil, welche Vorausberechnungsformeln sich bei ihren Testbieren in Sachen Treffsicherheit bewährt haben.

Autoren
  • Lydia Junkersfeld