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Aktuelles Heft

BRAUWELT 4/5-2020

EDITORIAL - Ausdauersport Export – Fit für die Königsdisziplin?

Wer einen schnellen Sprint hinlegen kann, schafft nicht automatisch auch die Marathon-Distanz. Denn dabei kommt es auf ganz andere Qualitäten an. Ähnlich verhält es sich beim Thema Bierexport. Nur weil eine Brauerei auf dem Heimatmarkt erfolgreich ist, heißt das noch lange nicht, dass beim Export ebenfalls alles rund läuft. Was braucht es neben der nötigen Disziplin, um im Ausdauersport Export erfolgreich zu sein? In unserem Export-Special haben wir Ihnen ein paar Trainingsanregungen zusammengestellt. Sie stammen u. a. von den Referenten des Export Forums German Beverages, das am 11. November 2019 im Rahmenprogramm der BrauBeviale bereits zum vierten Mal stattfand.

Vorbilder suchen – Es kann nie schaden, sich Anregungen von jemandem zu holen, der es schon geschafft hat. Deshalb haben wir Luc de Raedemaeker gefragt, warum die belgischen Brauer im Exportgeschäft so erfolgreich sind. Ab Seite 95 lesen Sie, was wir von unseren Nachbarn in Sachen Bierexport lernen können.

Strecke kennen – Beim Marathon muss man die Strecke vorher genau kennen, um sich seine Kräfte richtig einteilen zu können. Beim Export ist es nicht anders … Hier sollte man den Zielmarkt im Detail verstehen, um die richtige Exportstrategie zu entwickeln. Martin Rederlechner und Febo Leondini geben ab Seite 92 Einblicke in die Besonderheiten des italienischen Biermarktes und zeigen, wie sich dort Marken kreieren lassen.

Richtig vorbereiten – Vorbereitung ist alles – beim Sport wie beim Export. Nur wenn ich mich im Vorfeld schon mit möglichen Hindernissen und Herausforderungen auseinandersetze, kann ich im Ernstfall richtig reagieren. Dazu gehören beim Export unangenehme Themen wie Zahlungsausfall und Betrug. Michael Bretz, Creditreform, gibt ab Seite 100 Praxistipps und zeigt, wie man sich vor betrügerischen Geschäftspraktiken bereits im Vorfeld schützen kann.

Stärken kennen – Und schließlich muss man seine eigenen Stärken kennen und nutzen, um erfolgreich zu sein. Das zeigt das Beispiel von Hans-Hermann Höss: Der Allgäuer hat aus der elterlichen Brauerei heraus ein eigenes Exportunternehmen für Biergeschenke aufgebaut und ist in seiner „Nische in der Nische“ erfolgreich unterwegs (S. 105).

Am Ende führen bekanntlich viele Wege zum Ziel, es kommt aber darauf an, dass man für sich selbst eine klare Strategie definiert und diese konsequent verfolgt. Dann ist man auch fit für die Königsdisziplin …

Autoren
  • Lucia Baier