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Rohstoffe

In einer neu zugelassenen Sorte steckt viel Züchtungs- und Prüfarbeit
02.03.2021

Neue Gerstensorten für die Brauwirtschaft

Neue Braugerstensorten | Das Sortengremium der Braugersten-Gemeinschaft e.V. hat die vom Bundessortenamt 2019 zugelassenen Braugerstensorten „Amidala“ (Nordsaat) und „KWS Jessie“ (KWS Lochow) nach bundesweiten Mälzungs- und Brauversuchen im Praxismaßstab einstimmig zur Verarbeitung empfohlen.

Sowohl bei der Verarbeitung zu Braumalz als auch bei der Bierherstellung haben „Amidala“ und „KWS Jessie“ hervorragende Ergebnisse erzielt.

Großtechnische Praxisversuche

Von den durch das Bundessortenamt im Dezember 2020 neu zugelassenen Braugerstensorten „Brunilda“ und „Firefoxx“ von SZ Ackermann, „Schiwago“ von Nordsaat, „SY Solar“ von Syngenta Seeds, „Medusa“ von Intersaatzucht, „LG Belcanto“ von Limagrain, und „Lexy“ von SZ Breun, wurde die Sorte „Lexy“ in die großtechnischen Praxisversuche der kommenden Vegetationsperiode aufgenommen.

Dr. Georg Stettner, Bitburger Braugruppe GmbH und 1. Vorsitzender der Braugersten-Gemeinschaft e.V., betonte, dass neben der von der Brau- und Malzindustrie geforderten, hohen Verarbeitungsqualität ebenso Aspekte der nachhaltigen Produktion von Braugerste in Deutschland aus ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten bei der Sortenwahl immer wichtiger werden.

Die umfangreichen Analysenergebnisse aus den halbtechnischen Mälzungs- und Brauversuchen des Berliner Programms sowie die Ergebnisse der bundesweiten Praxisversuche mit den Sorten „Amidala“ und „KWS Jessie“ stehen unter www.braugerstengemeinschaft.de zur Verfügung.